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Die Geschichte des Tobelhofs
schlummert in jedem Stein

Die Geschichte des Tobelhofs

Erstmals erwähnt wird der Tobelhof 1315 als «hof ze Tobel» am Zürichberg. Der älteste Teil des heutigen Tobelhofs lässt sich bis zum Jahr 1553 zurückverfolgen. Der «Tobelhof» war ursprünglich ein mittelalterlicher Rodungshof. Noch heute ist der aus mehreren freistehenden Gebäuden bestehende Hof von Wiesland umgeben und mit der jüngeren Bebauung der Stadt nicht direkt verbunden. Er liegt auf Stadtzürcher Gebiet oberhalb von Dübendorf und geniesst Aussicht ins Glatttal. Die zusammengebaute Gebäudegruppe ist im Kern rund 500-jährig und bildet den Hauptteil der Anlage. Es ist ein für unser Gebiet typisches ackerbäuerliches Mehrzweckgebäude, welches Stall, Tenn und Wohnen unter einem grossen Satteldach vereinte. Der bergseitige Walm hingegen ist fast einzigartig – nicht oft wurde bei ländlichen Gebäuden hierzulande ein Vollwalm gebaut, noch seltener hat sich diese Dachform bis heute erhalten. Weitere teils quer oder versetzt zum Hauptdach stehende Dächer sowie ausladende Vordächer tragen zur abwechslungsreichen Dachlandschaft des Ensembles bei – das Resultat grösserer und kleinerer Ergänzungsbauten und ein überaus typischer Vorgang bei einem landwirtschaftlichen Betrieb, der die Gebäude immer wieder neuen betrieblichen Gegebenheiten angepasst hat. Anpassungen wurden auch an den Wohnräumen vorgenommen: so sind zwar einige Wände noch aus Bohlen – der älteste Bau wird nur solche aufgewiesen haben – die meisten wurden aber im Verlaufe der Jahrhunderte in Fachwerk ersetzt. Dasselbe geschah mit den Trauffassaden des Wohnteils. Trotz dieser Erneuerung haben sich alte Fenstermuster erhalten: Im Erdgeschoss finden sich Fensterwagen, im Obergeschoss Einzel- oder Doppelfenster. An den Fensterwagen ist die Lage der Stuben abzulesen. Diese erstrecken sich nahezu über die ganze Länge beider Trauffassaden – ein eindrückliches Erscheinungsbild und auch ein Hinweis darauf, dass es sich beim «Tobelhof» einst um ein doppeltes Wohnhaus gehandelt haben muss. Die einstigen Wohnstuben zu beiden Seiten sind heute Gaststuben des Restaurants. Der Dachraum über dem Wohnteil wird in seiner ursprünglichen Art als Kaltraum und Lager genutzt. Hier ist die fast 500-jährige Konstruktion aus Ständern, Streben und Rafen sichtbar. Auffallend ist die mehrere Meter hohe Wand aus Backstein, die das Gebäude entlang dem First trennt und wiederum auf das einstige Doppelhaus verweist. Die Ökonomiebauten des «Tobelhofs» sind in der für hiesige landwirtschaftliche Bauten typischen Art gestaltet: Es sind hölzerne Ständerbauten, Ställe sind von aussen an backsteinernen oder auch verputzten Wänden zu erkennen. Das ländliche Ensemble mit dem Restaurant «Alter Tobelhof» mit der im Nebengebäude geführten «Chäsalp» befindet sich seit 1957 im Besitz der Stadt Zürich. Die Gebäude weisen in ihrer äusseren Erscheinung noch eine deutliche Prägung der einstigen Doppelnutzung als Gaststätte und Bauernhof auf. Abgesehen vom neuen Anbau stehen alle Bauten und die bäuerliche Umgebung unter kommunalem Denkmalschutz.

Am 3. September 2014 genehmigte der Stadtrat eine Gesamtrenovation, die im Mai 2015 startete. Die Renovation umfasste:

– Rückbau zweier Anbauten aus den sechziger Jahren sowie ein neuer Anbau
– Eine thermische Isolation inkl. neuer Fenster
– Komplettersatz Sanitär, Heizung, Lüftung, Kältetechnik, Gastronomieküche
– Brandschutzmassnahmen
– Neues Unterdach und neue Ziegeleindeckung
– Sanierung und/oder Ersatz Oberflächen und Mobiliar
– Umgebungsgestaltung inklusive Parkierung (Umsetzung Gestaltungsplan)

Grafik: Bauentwicklung über die Jahrhunderte